Theorie der Architektur und Entwerfen

Baugeschichte

Die Grundlage der Baugeschichte ist das historische Bauwerk als Gegenstand der Lehre. Im Bachelorstudium stellen historische Bautypologie und architektonische Formenlehre eine unverzichtbare Wissensgrundlage dar. Die Vorlesungen zur Baugeschichte dienen dazu, historische Bauten nach baugeschichtlichen Kategorien einzuordnen. Historische Formen und Strukturen werden analytisch erfasst und zugeordnet, architektonische Fachbegriffe zu historischen Baumaterialien, Konstruktionsweisen, Formensprachen und Typologien diskutiert. Dabei soll jedes Bauwerk im Wertesystem seines historischen Kontextes erfasst und mit Bezug auf die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Hintergründe der jeweiligen Epoche verstanden werden.

Ein chronologischer Überblick stellt wichtige Bauwerke von der Antike bis heute anhand gestalterischer, räumlicher, funktionaler und typologischer Aspekte dar. Bedeutsame Bauten werden dabei auf ihren Vorbild-Charakter hin untersucht. Dabei gilt es, drei Formen von historischem Wissen zu unterscheiden. Hierbei werden architekturtheoretische Querschnittfragen behandelt, die durch Tradition, Analogie und Anwendung einen Bezug zum aktuellen Geschehen erhalten.

Die Studierenden können einen Begriffskanon erwerben, der ihnen als Referenz in ihrer Entwurfsarbeit dient. Die Baugeschichte als eine Wertwissenschaft bietet dabei die Grundlage, zwischen angemessenen und unangemessenen architektonischen Lösungen unterscheiden zu können. Architekturen, Architekten und Gesellschaft als umfassender Beobachtungsgegenstand dienen vor dem Hintergrund der Geschichte der Beantwortung aktueller Fragen in Planung und Bau. Studierende können mit entsprechendem baugeschichtlichen Wissen entwerferische Mittel eigenständig einsetzen und ihre Wirkung und Gültigkeit bewerten.

„Best Of“ einiger Skizzenbücher :